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Richtfest-Birke stand unten statt oben

von Sven Schimmel (Kommentare: 0)

Sektempfang zum Richtfest
Sektempfang zum Richtfest - Foto: Bernd Franke

LUGAU. Eigentlich gehört die Birke zum Richtfest ja aufs Dach. Manchmal kommt man dort nicht mehr ohne größere Probleme ran. Zum Beispiel, wenn ein kräftiger und lang anhaltender Regenguss die Feuerwehr zum Ausweichen in die kleine Fahrzeughalle zwingt. So geschehen am 27. April 2015. Gerade noch rechtzeitig hatten die Dachdecker die letzten Teerbahnen aufgeschweißt, als sich die Himmelsschleusen öffneten. Weil aber Improvisation besonders bei einer Komplettsanierung keine Unbekannte für die Floriansjünger ist, wurden die Sitzgelegenheiten in der kleinen Fahrzeughalle im Altbau aufgebaut. Stadträte, Bauausführende, Kreisbrandmeister, Planer und Architekt rutschten einfach etwas zusammen, noch ehe sie sich der Symbolkraft von „wenig Platz“ bewusst werden konnten.

Dort blickte Bürgermeister Thomas Weikert auf das bisher Geschaffte. Er habe Wort gehalten, die Arbeitsbedingungen für die Lugauer Kameradinnen und Kameraden zu verbessern. Schon jetzt könne man sich ein Bild von dem machen, was schon in wenigen Monaten nutzbar sein wird. Ende Juli bis Anfang August soll der Anbau fertig sein und die Fahrzeuge drinstehen, bevor dann im Altbau die Sanierung beginnt.

Ein Mitarbeiter der ausführenden Baufirma LHT aus Niederdorf verlas den Richtspruch:

„Zum Giebel bin ich hochgestiegen
um hier zu reden mit Vergnügen.
Dem Bauherrn und den lieben Seinen
und alle, die sich hier vereinen,
die Baugenossen und die Gäste
begrüße ich zu diesem Feste.

Dem Architekten der zum Bau
den Grundriss hat erdacht genau,
dem Mauermeister der sodann
das Werk mit sicherer Hand begann
sei heut ein volles Glas geweiht
mit Glück und Heil zu aller Zeit.

Nicht minder sollen die Gesellen
die mit den Kellen gemauert hier
ein Segenswort erlauben mir.

Gott schütze dieses neue Haus
und alle, die da gehen ein und aus.
Dieses Werk macht allen Ehr,
so ist es mit der Feuerwehr.
Wird die Feuerwehr jetzt alarmiert,
kommt sie noch schneller anmarschiert.

Wenn nun das Glas in Scherben springt
noch einmal unser Gruß erklingt
hinaus mit Freude und Gebraus.
Glück und Segen diesem neuen Haus!"

Und Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Glück, das bereits vor Jahren begann, als der Entschluss gefasst wurde, das Gerätehaus zu sanieren und für die großen Einsatzfahrzeuge eine neue, den Standards entsprechende Fahrzeughalle zu errichten. 1,3 Millionen Euro werden dafür aufgewendet, alleine für den fachlichen Teil Feuerwehr. Nur knappe 25% Förderung erfährt das Vorhaben, der Rest kommt aus dem Stadtsäckel.

Sascha Thamm, der für das Projekt im Bauamt der Stadt verantwortlich ist, gab schließlich noch einen kurzen Überblick über das, was in naher Zukunft noch passieren wird. So werden die Trockenlegung des Altgebäudes voranschreiten, jede Menge Leitungen für Elektro, Heizung, Lüftung und Wasser gezogen, neue Abgasabsaugvorrichtungen eingebaut und vieles mehr. Stehen die großen Fahrzeuge dann einmal in der neuen Halle, beginnen die Arbeiten im Altbau.

Weitere Fotos

Prost! Auf das neue Gebäude!
Prost! Auf das neue Gebäude! - Foto: Bernd Franke
Der Richtspruch wird verlesen.
Der Richtspruch wird verlesen. - Foto: Bernd Franke
Sascha Thamm (Bauamt Lugau) berichtet über die weiteren Bauschritte
Sascha Thamm (Bauamt Lugau) berichtet über die weiteren Bauschritte - Foto: Bernd Franke
Sascha Thamm (Bauamt Lugau) berichtet über die weiteren Bauschritte
Sascha Thamm (Bauamt Lugau) berichtet über die weiteren Bauschritte - Foto: Bernd Franke
Die Festgäste vor der Richtfest-Birke
Die Festgäste vor der Richtfest-Birke - Foto: Bernd Franke

Alle Fotos: Bernd Franke, Lugau

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